
Die richtige Anordnung der Infrarotlampen für die Aushärtung von Bremsbelägen
Wenn man eine Wärmequelle für die Aushärtung der Bremsbelagbeschichtungen einrichtet, konzentrieren sich die meisten Menschen auf die gesamte Leistung in Watt. Doch ehrlich gesagt: Das ist nicht das eigentliche Problem. Das wirkliche Problem liegt im vertikalen Wärmefluss.
Jedes Fahrzeugmodell verwendet schließlich unterschiedlich große Bremsbeläge. Wenn die Abstände zwischen den Lampen auch nur etwas falsch eingestellt sind, entstehen Probleme. Es entstehen heiße Stellen, an denen die Harzschicht verbrannt wird, oder kühle Bereiche, in denen die Beschichtung gar nicht aushärtet. Beides sieht nicht gut aus.
Planung der vertikalen Anordnung
Man kann die Lampen einfach in ein Gitter einbauen und darauf hoffen, dass alles funktioniert. Doch man muss berücksichtigen, welche Bremsbeläge verwendet werden – sowohl die größten als auch die kleinsten. Für die größeren Beläge platziert man eher viele Kurzwellen-Infrarotstrahler in der Mitte der Wärmequelle. Dadurch wird das Problem der „Randverluste“ vermieden, bei dem die Wärme an den Seiten verschwindet.
Außerdem spielt der Abstand zwischen den Lampen eine wichtige Rolle. Man kann sich die Wärme, die von den Lampen ausgeht, wie Kegel vorstellen. Wenn die Lampen zu weit voneinander entfernt sind, entsteht eine „Talzone“ dazwischen. Dort versagt die Aushärtung der Beschichtung.
Wir legen den vertikalen Abstand so fest, dass die Strahlungskurven etwa 110 % der benötigten Temperatur erreichen. So wird die gesamte Oberfläche des Bremsbelags gleichzeitig zur gewünschten Temperatur gebracht. Kein Raten nötig.
Umgang mit Leistung und Wärme
Hochleistungs-Halogenlampen sind großartig, denn sie liefern die nötige Energie, um die Beschichtungen schnell aushärten zu lassen. Doch sie verbrauchen viel Energie. Wenn man eine dichte Anordnung von Lampen verwendet, darf man nicht einfach nur die Lampen anschließen und darauf hoffen, dass alles funktioniert. Man muss die Last auf mehrere Phasen verteilen – sonst springen die Sicherungen ständig raus.
Und hier ist der Kompromiss: Mehr Lampen bedeuten schnellere Aushärtungsprozesse – doch dadurch wird der Innenraum der Aushärtungskammer zu einem Ofen. Wenn die Kühlventilatoren nicht ausreichen, gehen die Lampen viel schneller kaputt, als es eigentlich sein sollte.
Einfachere Wartung
Wir verwenden dafür Schiebehalter für die Lampen. Warum? Weil man im Falle eines defekten Glühbirnens schnell austauschen kann. Man möchte schließlich nicht, dass die gesamte Produktion zwei Stunden lang stillsteht, nur weil man eine Glühbirne wechseln muss. Das wäre wirklich schrecklich.
Ein letzter Tipp: Verwenden Sie für die Verkabelung Hochtemperatursilikonleitungen. Standardisierter Isolierstoff schmilzt bei hoher Temperatur – das ist ein Problem, mit dem man wirklich nicht am Dienstagmorgen konfrontiert werden möchte.